Forum Melchnau


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Dorf-Rundgang


Hier e
rfahren Sie mehr über das Dorf Melchnau und lesen von den "Spuren vom Gestern zum Heute".
Begeben Sie sich auf einen Rundgang durch unser Dorf und vernehmen Sie auf sieben Informationstafeln viel Wissenswertes zu den im Prospekt vorgestelltenThemen A (Die Kirche) bis G (Die Schule).

zum herunterladen und ausdrucken (anclicken):

- Prospekt mit den sieben wichtigsten Posten

- die sieben Tafeln

- Detail- und historische Informationen

Sie beginnen den Rundgang am besten bei der Kirche, wo sich ein grosser Parkplatz, sowie die Bushaltestelle Oberdorf befinden.
Wegzeit: ca. 45 Min., an vier Standorten befindet sich eine Sitzbank.


Führungen Dorfrundgang

Die Führungen sind geeignet für Klassen, Vereine, Familienfeiern, historisch interessierte Gruppen und viele mehr.

Kosten: nach Absprache

Auf unseren Führungen erfahren Sie viel historisch Wissenwertes anhand der Geschichte unseres Dorfes.

In den Anfängen (12. Jh.) ist die Geschichte von Melchnau eng verknüpft mit den Freiherren von Langenstein-Grünenberg, deren restaurierte Burgreste sich auf dem Schlossberg befinden. Sie waren enge Vertraute der Habsburger und ihr Besitz reichte weit in die heutige Zentralschweiz und in den Aargau hinein.
Das am Schlossberg liegende Dorf Melchnau entwickelte sich weiter durch die Jahrhunderte. Zeitzeugen sind schöne Bauernhäuser und malerische Plätze in unserem Dorf. Die Veränderung der Lebensweise schlägt sich in der Bauweise nieder. Auch die historische Entwicklung Europas wird in unserem Dorf sichtbar. Die Reformation, die Entwicklung der Eidgenossenschaft, die Bildungsreform nach der Französischen Revolution und die Veränderung durch die Erfindung der Eisenbahn und die fortschreitende Industrialisierung.

Sie dürfen auf unsere Führung gespannt sein!


Infostelle für Führungen: Kontakt-Formular oder Gemeindeverwaltung Melchnau, Tel. 062 / 917 50 20
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Die sieben wichtigsten Posten:

Kirche

Seit der Reformation um 1528 hatte das von der hohen Obrigkeit eingesetzte Chorgericht das Sagen. Christliche Disziplin und Ehrbarkeit waren oberstes Gebot. Sinnbildlich steht die Kirche in Melchnau leicht erhöht über dem Dorf. Die erste Kirche wurde 1512 gebaut, zuvor war Melchnau nach Grossdietwil kirchgenössig.

Die heutige Kirche datiert auf das Jahr 1709. Sie bildet zusammen mit dem Pfarrhaus, einem Bau in herrschaftlichem Landbarock, eine schöne Häusergruppe, die von weit her sichtbar ist.



Bauernhäuser

Wie im ganzen Mittelland hatte auch in Melchnau der Getreideanbau seit alters her eine grosse Bedeutung. Nach 1820 kam verstärkt die Milch- und Viehwirtschaft dazu. Für die landwirtschaftliche Bauweise wurden die im nahen Umkreis vorhandenen Baumaterialien (Holz und Stroh) verwendet.

So herrschten bis etwa 1800 Hochstudhäuser mit Strohdach vor, das beim alten Bauernhaus steil gehalten und lang herabgezogen war. Wohnteil, Tenne, Stall, Heu- und Strohbühne waren unter einem Dach. Ab etwa 1750 wurden die Dächer kürzer, man baute Quergiebel oder schöne Giebelfronten. Heute weist Melchnau einen erstaunlich einheitlichen historischen Kern auf.




Käserstock

Der schmucke Käserstock, 1756 erbaut, gehört zu den grossen, jüngeren Wohnstöcken einer aufstrebenden ländlichen Oberschicht. Er weist eine bemerkenswerte Fassadengestaltung und einen der ältesten Giebelbögen (Ründi) des Oberaargaus auf.

Es war nicht der Erbauer, der Gastwirt Johannes Bösiger (1716-1791), sondern Jakob Käser (1806-1878), welcher dem Bau seinen Namen verlieh. Er lebte und wirkte ab 1833 im Stock, war ein sozial engagierter Denker, gewiefter Planer, vor allem aber ein grosser Macher. Trotz seinen vielfältigen Ämtern und Aufgaben als Gemeindepräsident, Grossrat und Initiant diverser ökonomischer Vereine war Käser kein machthungriger Mensch. Die im Jahre 1855 erschienene «Käserchronik» – eine «topographische, historische und statistische» Beschreibung der Gemeinde – ist sein äusserst wertvolles schriftliches Vermächtnis über die damalige Zeit.



Gemeinde

Melchnau ist eine lebendige Oase in der Naherholungszone von Langenthal und des weiteren Mittellandes. Drei Gasthöfe verwöhnen ihre Gäste, jeder mit seinem speziellen Umfeld und seiner kulinarischen Ausrichtung. Frischprodukte ab Bauernhof finden guten Absatz.

Ein breites Wanderangebot in malerischen Hügeln und in der kulturhistorisch einzigartigen Landschaft, den Wässermatten mit einladenden Rastorten und Aussichtspunkten, machen den Aufenthalt im Naherholungsgebiet zu einem Erlebnis. Für den täglichen Bedarf ist alles zu finden. Ein reichhaltiges Vereins-Angebot ermöglicht es, sowohl sportlich wie kulturell tätig zu sein. Eine breite Auswahl an Gewerbetreibenden, ein integriertes Schulangebot, zwei Altersheime, Alterswohnungen, die Spitexorganisation und eine Arztpraxis machen das Leben für die Einwohner angenehm.



Verkehrs-Verbindungen in die Welt

Bis 1830 erfolgte eine eher zufällige Postbedienung ab Langenthal mittels Polizeidiener. Ab 1855 brachte der wöchentliche Postkutschendienst Langenthal-Luzern die Post und dreissig Jahre später übernahm der tägliche Pferdepost-Personentransport von Langenthal nach Grossdietwil diese Aufgabe.

1917 löste die erste Bahnfahrt die Postkutsche ab. Anno 1983 endete primär aus erschliessungspolitischen Gründen die Bahnromantik. Ein Bus-Betrieb über Obersteckholz bis zum SBB-Bahnhof Langenthal brachte eine wirkungsvollere Erschliessung des Dorfkerns bis zum Oberdorf. 1898 wurden die ersten zwei Telefonabonnenten in Melchnau registriert. Heute sind wir mittels Fernsehkabelnetz kombiniert mit Internet mit der grossen, weiten Welt verbunden.




Industrialisierung

Von der Leinwandherstellung in den heimischen Webkellern entwickelte sich die Weberei über die Stroh- und später Kokosmattenherstellung hin zur international erfolgreichen Teppichproduktion.

Die Lantal Textiles AG, in welche die frühere Teppichfabrik Melchnau AG einging, produziert als international etabliertes Unternehmen Teppiche und Textilien u.a. für Flug-, Bahn- und Busverkehr sowie für Kreuzfahrtschiffe. Ein zweiter Industriezweig in Melchnau war im 20. Jahrhundert die Schuhindustrie. In zwei Betrieben wurden Haus- und Lederschuhe hergestellt. Die Holzschuhfabrikation nahm für eine gewisse Zeit sogar eine schweizerische Marktleaderposition ein.




Schule

Der erste Schulmeister in Melchnau wurde 1638 erwähnt. Die Schulbildung wurde nicht sehr ernst genommen und beschränkte sich aufs Lesen, Auswendiglernen des Katechismus und Singen. Die Mitarbeit der Kinder in Haus und Hof war wichtiger.

Der obligatorische Ganzjahresunterricht wurde erst nach der Einführung der liberalen Verfassung im Kanton Bern 1831 eingeführt. Das gesellschaftliche Ansehen der Schulbildung als Basis für eine funktionierende Demokratie und für die wirtschaftliche Entwicklung begann rasch zu steigen. Mit Spielgruppe, zwei Kindergartenklassen, Primar-, Real- und Sekundarschule wird heute die ganze Bandbreite in der Basis-Ausbildung umfassend abgedeckt.




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